DOKO-FISCH



Gruppenfoto Übersicht 16. FiSCH

Bei herrlichem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen von 26°C trafen sich nach einer kurzfristigen Absage insgesamt 22 Fischinnen und Fischeriche am Freitag, den 02.09.2011 in Frankfurt am Main bereits zum 16. Mal zum traditionsreichen FiSCH-Turnier. In lockerer Atmosphäre begann unser Turnier in unserem Stammlokal "Zur Waldlust" gegen 16:00 Uhr mit fast fünf Stunden "Schnack am Riff". Wie immer gab es sehr viel zu erzählen, wenn fisch sich trifft und - viel wichtiger noch - sehr viel zu lachen, denn die FiSCH ist ja insbesondere ein Spass-Turnier. Gesprächsthema war durchaus, dass das Turnier schon lange nicht mehr so wenige Flossen zählte, wie bei diesem Turnier. Lediglich bei der 1. und 2.FiSCH waren wir weniger Teilnehmer. Die Gründe waren vielschichtig: Sind in einigen Bundesländern noch Schulferien gewesen, waren diese in anderen schon vorüber. Viele Fischinnen und Fischeriche, die den Urlaub in der Hauptsaison nicht benötigen, da sie weder auf Werks- noch auf Schulferien angewiesen sind, nutzen die Nebensaison, um ihrerseits die Flosse hochzulegen und sich vom Berufsalltag zu erholen. Nicht wenige davon im Ausland oder auf hoher See. So war es nicht verwunderlich, dass schon während der 15.FiSCH die ersten Absagen für die 16.FiSCH Ingo mit Spass am Zocken kamen und diese sukzessive weiter eintrudelten. War dieses einerseits ob der Terminplanung bis zu einem gewissen Grad hin absehbar, so war der Termin aus zwingenden Gründen andererseits nicht änderbar. Eigentlich sollte das Turnier zwei Wochen später stattfinden, aber die großen Messen wie die Ambiente und die Internationale Automobil Ausstellung (IAA) lagen auf möglichen anderen Terminen. So war auch ich gezwungen, diesen Termin zu nehmen und meinen eigenen Urlaub zu verschieben. Warum der Termin in diesem Jahr so ungewöhlich früh lag, hatte ich schon auf der 14. FiSCH allen erklärt...

Die Anreisen zum Turnierort gestalteten sich diesmal doch recht unproblematisch. Es war ja nicht das erste Mal, dass die Lokführer zum Zeitpunkt des FiSCH - Turniers streikten und auch zum Zeitpunkt dieses Turniers mal wieder ein Streik durchführten. Glücklicherweise fand dieser nur bei den privaten hessischen Landesbahnen statt, so dass keiner der Spieler davon betroffen war und sich die Anreise - mal abgesehen von vielleicht einem kleineren Stau auf der Autobahn - unproblematisch gestaltete. Auch der Ferienrückreiseverkehr einiger Bundesländer stellte für alle Anreisenden kein Problem dar. Die großen Staus gab es nicht...

Bruni Schiering (Mitte) mit Anna Guenon (links) und Bernd Matthes (rechts)

Pünktlich um 20:30 Uhr begann das Turnier mit dem Obligatorischen "Huhu (*Blubb und Flossenwink*) des Kugelfisches. Dieses mal hatten wir drei neue Mitspielerinnen und Mitspieler mit dabei, die natürlich im Kreise der Familie Fisch herzlich begrüßt wurden: Brunhilde Schiering, Günther Kuban und Hannes Schlaghecke. Alle drei wurden schon vor dem Turnierbeginn auf die Sonderregeln unseres Turniers hingewiesen. So war lediglich - wie immer - eine Erinnerung an die Besonderheiten des Turniers ("Trumpfabgabe und Sonderpunkterweiterungen") erforderlich, bevor nach der Erklärung des allgeimeinen Ablaufs zum Spiel geschritten werden konnte. Die kurzfristige Absage eines Spieler am Vormittag machte keine weiteren Umstände, da in der betreffenden Mannschaft einfach ein Streichfisch eingesetzt werden konnte. Zuvor wies Gastgeber Kugelfisch - wie schon bei der 14.FiSCH - auf seine besondere berufliche Situation hin und kündigte an, dass im kommenden Jahr 2012 für ihn kein FiSCH Turnier planbar sei und das für das Jahr 2012 kein FiSCH Turnier geplant sei. 2012 wird also ein FiSCHloses Jahr...

Theodor (links) und Alte Eiche (rechts)

Besonders hervorzuheben ist, dass auch dieses Turnier wieder einmal äußerst hochkarätig besetzt war: Günter Effen, derzeit amtierender Deutscher Meister im Mannschaftsdoppelkopf, ist Stammgast beim Turnier und war auch bei diesem Turnier wieder anwesend. Er ist neben dem Gastgeber der einzige Spieler, der bisher an allen Turnieren teilgenommen hat. Heinz Kahrs, der als Alte Eiche seit mehr als zwei Jahren die Bestenliste bei Online Doppelkopf anführt, konnte auch diesmal wieder am "Riff" dabei sein. Mit Klaus Becker, der als Theodor ebenfalls mit zu den besten Spielern bei Online Doppelkopf gehört, war ein weiterer Top Spieler beim Turnier anwesend.

Im Anschluss an die Begrüßung begann die erste Runde des Turniers, in der wie immer nach Setzliste der Rangliste entsprechend gespielt wird. Am Championsriff treffen - wie immer - die Gewinenr der Einzelwertungen des letzten Turniers und der amtierende Superfisch aufeinander. Das "Championsriff" trug diesmal die Nummer 121 und stand im Biergarten. Hier nahm der der Titelverteidiger der Normalwertung und Turniergewinner der 15. FiSCH Ralf Schmidt platz (links unten, mit Anschreibliste). Er gewann beim letzten Turnier erstmals die Normalwertung und hatte den Platz am Championsriff während des gesamten Turniers inne. Sabine Beimes (links oben) hatte Am Championsriff durfte sich beim letzten Turnier über ihren ersten Einzeltitel freuen und saß als Gewinnerin der Fischwertung erstmals in der Turniergeschichte am Championsriff. Auch Doris Messinger (rechts oben) durfte sich bei der vergangenen 15.FiSCH über ihren ersten Einzeltitel freuen und saß als Gewinnerin der Solowertung ebenfalls erstmals am Championsriff. Alle drei trafen auf Nils Weller (rechts unten). Er war als amtierender Superfisch am Champiosriff dabei und komplettierte dieses. Er war der einzige am Tisch, der seinen Titel keinesfalls Verteidigen konnte, da er bereits im Halbfinale während der 15.FiSCH auf Platz 3 liegend ausgeschieden ist. Doris Messinger gewann die erste Runde am Championsriff in allen drei Wertungen, lediglich in der Fischwertung konnte Ralf Schmidt die gleiche Anzahl an Punkten erspielen. In lockerer und unterhaltsamer Runde lief die erste Runde des Turniers mit Masse im Biergarten unseres Spiellokals ab und es wurde sich fleissig weiter unterhalten. Im Anschluss an die erste Turnierrunde wurde noch von einigen der anwesenden die Chance genutzt, bis in den frühen Morgen weiterzuspielen und sich weiter zu unterhalten...

Kastanienschlag

Am Samstag änderte der Wettergott die Verhältnisse nicht. Sonnenschein und hochsommerliche 28°C waren angesagt. Frohlockend wurde - wie auch schon am Vortag - das beste Doppelkopfwetter zum Zocken unter freiem Himmel genutzt. Nach dem üblichen Fototermin, der gegen 12:00 Uhr anstand, ging es weiter mit den folgenden Runden zwei, drei und vier des Turniers. Während des Turniers kam es immer wieder zu kleinen Klatschern auf den großen Sonnenschirmen, die von den Kastanien im Biergarten herrührten. Hier fielen die reifen Kastanien auf den Boden und sorgten immer wieder für Erheiterung, wenn einer Spieler nur knapp verfehlt wurde. Bereits um kurz nach 17:00 Uhr waren die Runden zwei und drei gespielt, so dass eine Pause bis 18:30 Uhr genutzt werden konnte, um sich die Beine zu vertreten und zu stärken. Um 20:30 waren alle Runden gespielt, so dass die Mannschaften ans Beraten, Auswerten und Streichen gehen konnten. Das mittlerweile schon übliche Foto der Uhr - sie zeigte 22:05 Uhr an - belegte, dass alle Ergebnisse im Computer eigegeben waren und alle Gewinnerinnen und Gewinner standen fest, so dass zur Siegerehrung geschritten werden konnte: Im Superfisch der 5. Saison stand das Viertelfinale an. 16 Spielerinnen und Spieler hatten sich in der Vorrunde der 5.Superfischsaison auf der 15.FiSCH für das Viertelfinale qualifiziert. Doch dieses Viertelfinale hatte es in sich. Erstmals wurde die komplette Liste der Drittplatzierten - nach einer Superfisch Vorrunde immerhin mindestens acht Spieler - herangezogen, um Absagen und Spielerausfälle kompensieren zu können. Doch das reichte nicht, um alle Plätze nachzubesetzten. Nach insgesamt neun Änderungsmitteilungen entstand eine Situatuion an den Spielriffen, die es in dieser Art und Weise noch nie während eines Superfisches gegeben hatte. So sah das Reglement des Superfisches zwar vor, dass mit mehr als vier Spielern besetzte Tische im Superfischwettbewerb auf vier Spieler reduziert und und die überzählichen Spieler auf die anderen unterbesetzten Tische verteilt werden können und aus der Liste der Drittplatzierten nachbesetzt werden kann, es gab jedoch keine Regelung, wie damit umzugehen ist, wenn die Liste ausgeschöpft ist und es weitere Absagen gibt. So saßen am Riff 9 und 11 jeweils vier Spieler, am Riff 12 lediglich drei und am Riff 10 gab es lediglich zwei Spieler, die dort saßen und damit praktisch ein Freilos für die kommende Superfischrunde hatten. Insgesamt qualifizierten sich acht Spieler direkt für das Halbfinale auf der kommenden 17.FiSCH. Drei Spieler landeten auf der Liste der Drittplatzierten, lediglich ein Spieler schied auf Platz vier liegend direkt aus dem Wettbewerb aus. Diese kuriose Situation fand sich im gleichzeitig stattfindenden Finale der 4. Superfischsaison nicht wieder. Mit Doris Messinger, Sabine Beimes, Günter Effen und Heinz Kahrs waren Heinz Kahrs wird neuer Superfisch alle Finalisten gemeldet und auch beim Turnier anwesend. Sie hatten sich auf der 13.FiSCH durch die Vorrunde gespielt, das Viertelfinale auf der 14.FiSCH erfolgreich gemeistert, anschließend auf der 15.FiSCH das Halbfinale für sich entschieden und standen nun im Finale. Titelverteidiger Nils Weller, der nach dem Halbfinale auf der Liste der Drittplatzierten stand und sicherlich noch auf eine Finalteilnahme hoffte, schied damit definitiv aus. Wie alle anderen Superfische vor ihm konnte auch er seinen Titel nicht verteidigen. Sabine Beimes erspielte 51 Superfischpunkte und belegte damit den 4.Platz. Doris Messinger erspielte 53.5 Superfischpunkte und belegte damit den 3.Platz. Günter Effen konnte 55.5 Punkte belegen und damit den 2.Platz erspielen. Mit 63,5 Punkte erspielte Heinz Kahrs den 1.Platz und ist damit nach Ralf Schmidt, Günter Effen und Nils Weller der 4.Superfisch. Auf den kommenden Turnieren - die 17. und 18.FiSCH ist er von allen Startgebühren befreit.





Mannschaftsgewinner - Die knurrenden Guramis

Selbstverständlich wurde auch der Mannschaftswettbewerb des FiSCH - Turniers ausgespielt. Insgesamt traten sechs Mannschaften an. Zwei Mannschaften hatten nur drei Spieler zur Verfügung und mussten sich einen "Streichfisch" hinzunehmen. Ob der vielen Absagen im Vorfeld fusionierten kurzfristig bekannte Mannschaften wie Die Wiesbadener Delfine und Die Kampfkrabben. Andere Mannschaften wie Die Kampfkrabben sagten die Teilnahme ab. In der Normalwertung waren die Kampfkrabben als Titelverteidiger am Start, die bei diesem Turnier zusammen mit den Wiesbadener Delfinen antraten und sich Wiesbadener Krabben nannten. Sie wurden bei der 15. FiSCH als erstprämierte Mannschaft gezogen und stellten bei diesem Turnier die Mannschaftspreise. Ihnen gelang keine Titelverteidigung und sie mussten ihren Titel an die knurrenden Guramis in der Besetzung Iris Pauli, Günter Effen, Ralf Schmidt und Reinhard Ruhl abgeben, die mit deutlichem Vorsprung gewannen. Auch in der Fischwertung waren Die Kampfkrabben Titelverteidiger und auch hier konnten sie ihren Titel nicht verteidigen. Auch in dieser Wertung hießen die neuen Titelgewinner Die Knurrenden Guramis, die in dieser Wertung jedoch nur recht knapp gewinnen konnten. In der Solowertung waren Die Killerfische nicht angetreten und konnten ihren Titel nicht verteidigen. Auch den vakanten Titel konnten sich Die knurrenden Guramis mit sehr deutlichem Vorsprung erspielen. Einen Hattrick hatte Erfolgreichste Teilnehmerin es in der Geschichte des FiSCH-Turniers bisher noch nicht gegeben. Die Auslosung einer gewinnenden Mannschaft war daher bei diesem Turnier vollkommen überflüssig und fand auch gar nicht erst statt. Die knurrenden Guramis bleiben damit die erfolgreichste Mannschaft des Turniers und konnten mit diesem Hattrock ihre Titel Sieben bis Neun einheimsen. Beim kommenden Turnier gibt es dann Preise von den Knurrenden Guramis.

Auch bei den erfolgreichen Teilnehmern gab es keine "Titelverteidiger". Erfolgreichste Teilnehmerin in der Normalwertung wurde Anna Guenon. In keiner der vier Runden lagen die Karten mal passend und so summierten sich am Ende des Turniers -128 Punkte auf dem Punktekonto. In der Solowertung war es Anke Lepski (Bild), die die Lampe für die erfolgreichste Teilnehmerin bekam. Lief es in zwei Runden recht gut, so rissen sie die anderen beiden Runden runter und am Ende waren unter dem Strich bei ihr -42 Punkte auf dem Konto gelandet. In der Fischwertung war es Sylvia Peters, die das Turnier als erforlgreichte Teilnehmerin verließ. Auch bei ihr lief es in zwei Runden moderat, während es in den anderen beiden Runden alles andere als lief. Wie immer freuten sich alle drei Spielerinnen über den Trostpreis und nahmen es mit Humor und freuten sich über das Trostpflaster in Form von ein paar sauren Fischen... Zu erwähnen ist sicherlich noch, dass dieses FiSCH - Turnier das elfte in Folge in unserem Stammlokal - die Waldlust - ist. Seit mehr als fünf Jahren spielen wir nun dort unser Turnier und fühlen uns nach wie vor gut umsorgt. Gründe, das Turnier wo anders hinzuverlegen, gibt es nicht! Wirtsfisch Luigi hat mit seiner Mannschaft auch dieses Mal die Bedienung der Spielerinnen und Spieler übernommen. Die Namensschilder, auf deren Rückseite unsere Striche gemacht werden und der Bedienung das Notieren der bestellten Speisen und Getränke erleichtert, sind mittlerweile fester Bestandteil unseres Turniers geworden. Für die Bedienmannschaftm, wie auch für unsere Turnierteilnehmer gab es bei diesem Turnier leider keine "Mitschwimmsel" für das Turnier, denn mit dem schmalen Budget für das Turnier durch die wenigen Teilnehmer musste irgendwo ja auch gespart werden...

Unsere Gewinner

Auch bei den Einzeltiteln gab es keine Titelverteidigung. In der Normalwertung gewann Heinz Kahrs. Er konnte sie mit 81 Punkten für sich entscheiden und damit sein erstes FiSCH-Turnier gewinnen. Neben dem gleichzeitig errungenen Titel im Superfisch ist dieses bereits sein ditter Titel insgesamt. Beim kommenden Turnier sitzt er in allen vier Runden am Championsriff. Titelverteidiger Ralf Schmidt landete auf dem 10.Platz. In der Solowertung konnte Günter Effen gewinnen. Mit 56 Punkten gewann er die Wertung nach der 6.FiSCH bereits zum zweiten Mal. Insgesamt konnte er damit seinen siebten Titel erspielen und bleibt damit weiterhin unangefochten der erfolgreichste Fisch im Dokoteich. Titelverteidigerin Doris Messinger landete auf dem 16.Platz. In der Fischwertung konnte Gastgeber Stefan Franz mit 12 Punkten und einem Punkt vorsprung vor dem Zweitplatzierten gewinnen. Nach einem Sieg auf der 6.FiSCH und der 8.FiSCH gewinnt er diese Wertung zum dritten Mal und entschied sich, den Wanderpokal nach dem dritten Sieg der Wertung zu behalten. Bei der kommenden FiSCH gibt es also einen neuen Pokal für diese Wertung. Mit diesem Titel gewinnt er seinen vierten Einzeltitel insgesamt. Titelverteidigerin Sabine Beimes landete auf dem 18.Platz.